Die Stadtamazonen und Lady Elektra

Verehrte Lady Elektra,

so schnell ist schon wieder alles vorbei. Schade, ich werde Sie und auch die Nachrichten über WhatsApp vermissen. Herzlichen Dank für die erlebnisreiche Zeit in Berlin. Ich möchte mehr davon!!!! Ich hoffe, Sie erkennen darin mein sehr positives Resümee.

Das war für die schnelle Leserin. 😉Möchten Sie ein detailliertes Feedback? Dann lesen Sie bitte weiter:

Erst einmal möchte ich Sie zu Ihrer „Praxis“ beglückwünschen. Damit hatte ich nicht gerechnet. (…)Frau Dr. Winterstern war wieder die sachliche Therapeutin, der Dinge wie KG oder Humbler fremd sind. Sie spielen diese Rolle sehr authentisch. Ich hatte mir ihre Rolle anfangs etwas anders vorgestellt, eher die Therapeutin, die sich ihre männlichen Patienten angelt, abhängig macht und zu ihren Sklaven erzieht, aber wie Sie die Geschichte inzwischen weiterentwickelt haben (Stichwort „Fantasie und Wirklichkeit“), passt es so viel besser, auch die eher businessmäßige Kleidung ohne herausgestellten erotischen Touch. Was aber natürlich noch kommen könnte.

Ich finde es gut, wie Sie die Geschichte in eine eigene Richtung gelenkt haben. B. hat wirklich Probleme, Fantasie (Stadtamazonen) und Wirklichkeit (Therapie) als das anzusehen, was es ist … oder ist die Fantasie doch Wirklichkeit? Ich finde das sehr spannend!

Vor dem Besuch der Stadtamazonen im Hotel hätte ich überhaupt nicht nachfragen brauchen, ob ich Frau Dr. Winterstern erkenne. Durch die Maske war das klar. Sie fragten mich, wie aus meiner Sicht Stadtamazonen aussehen würden bzw. wie sie bekleidet wären. Da wurde mir klar, dass ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht hatte. Ich hatte nur Bilder von Amazonen im Wald vor Augen. Aber ich denke, sie würden in ihrer „Kampfkleidung“ genau so aussehen, wie Sie. In „Zivil“ würden sie dann wahrscheinlich eher Kleid und High-Heels tragen, je nach Gelegenheit auch schon einmal etwas „Praktischeres“ ( eng und schwarz?), z.B. wenn sie einen Mann überfallen. Ihre Begleiterin spielte einen interessante Rolle, außer dass sie mir die Augen verbunden hat, damit Sie sich unbeobachtet umkleiden konnten. Es ging ja auch darum, dass Bernd Hemmungen hat, sich vor selbstbewussten Frauen auszuziehen. Ich glaube, hier muss ich differenzieren. Neben dem Selbstbewusstsein geht es hier auch um den deutlichen Gegensatz zwischen der „normal“ angekleideten selbstbewussten Frau und dem Auskleiden, d.h. eher die Alltags- und nicht die Studioathmosphäre. Insofern spielte Ihre Begleiterin eine wichtige Rolle für die Hemmungen. Sich gegenüber einer Domina ausziehen zu müssen, ist ja ein ganz normaler Vorgang.

Ich habe mich noch in der Nacht gefragt, warum ich nun unbedingt dreimal Samen produzieren und mir dann den KG anlegen musste. Dreimal ist für mich schon eine Herausforderung und Sie haben gestern ja auch gesehen, wie schwer es danach mit mir wurde. Ich hätte es zu der Zeit viel reizvoller empfunden, wenn Sie mir den KG angelegt und das Halsband auch nicht wieder abgenommen hätte, als Zeichen der Machtverhältnisse. Wir hatten beim letzten Mal ja schon ausprobiert, dass ich das Halsband mit bestimmten Hemden ganz gut verstecken kann und es hätte mir meine Situation immer bewusst gemacht.

Aber spätestens bei der Reaktion von Frau Dr. A(die Reaktion von Frau Dr. Winterstern auf meine Mail in der Nacht hatte ich da auch noch nicht verstanden) wurde mir klar, worum es geht. Ich habe ja immer der Wahrheit entsprechend behauptet, dass ich mir den KG selbst angelegt hatte. Da war es viel leichter, den Rest als Hirngespinst hinzustellen. Es musste für Sie so aussehen, dass ich fantasiert und in dem Wahn mir einen KG angelegt habe. So war alles logisch und ich musste keine Rolle spielen sondern ich habe ja meine wirkliche Überzeugung vertreten.

Frau Dr. A haben Sie übrigens wunderbar gespielt. Das war ja eine ganz andere Charaktere. Eigentlich unterscheiden sich alle, Frau Dr. Winterstern, die Stadtamazonen und Frau Dr. A, aber die Ärztin hat nochmal herausgestochen, diese entrüstete Art, köstlich … ich konnte Ihnen nicht in die Augen schauen, sonst hätte ich – sorry, sehr positiv gemeint – lachen müssen. Schade, dass bei der Untersuchung die Erregung ausblieb, aber dreimal…. Obwohl ich beim letzten Mal (Sie erinnern sich vielleicht noch, dass Sie dann morgens die Probe selbst im Hotel abgeholt haben) mit zweimal noch mehr Probleme hatte. Ich war selbst überrascht, dass das dann am Ende noch so klappte.

Waren Sie denn mit mir auf der Couch zufrieden? Ist das so verlaufen, wie Sie es geplant hatten. Wie würden Sie den Zustand beschreiben, in dem ich mich befand? War das noch Trance oder fühlt sich so schon Hypnose an? Ich würde zu ersterem tendieren. Ich habe mich bemüht (oder gab es für mich gar keine Wahl?) ehrlich zu sein und es ist so aus mir herausgeflossen.

Der Überfall auf Frau Dr. Winterstern war dann die nächste unerwartete Überraschung. Ich hatte mich schon gefragt, wie es weiter geht, ob sich Frau Dr. Winterstern bei meiner Rückkehr verwandelt haben (z.B. mich in dem Kleid, dass Sie unter dem Kittel trugen, empfangen würde) und mit dem nächsten Therapieschritt meine Erziehung einleiten würde. Aber dann waren die Stadtamazonen wieder da (war die Stadtamazone wirklich Frau Dr. A oder war das nur eine von B´s Halluzinationen?). Es kam zur finalen Samenspende, wobei mich ihr Spiel mit den Schlüsseln besonders in den Bann gezogen hat.

Usagi fehlt gegenüber Miriam noch etwas Selbstbewusstsein und Souveränität im Spiel mit Männern, aber dafür kann sie ja nichts. Sie spielt schön mit und ist in ihrer Art durchaus auch reizvoll. Die Amazone sprach ihre Ähnlichkeit zu Miriam ja auch an und eins der ersten Bilder, die Miriam mir geschickt hatte, zeigte Usagi, aber ihre Art ist natürlich eine ganz andere als die von Miriam. Bei ihr habe ich niemand Konkretes vor Augen, obwohl ich eine ziemlich klare Vorstellung von ihr habe. Wäre ich Maler, könnte ich das darstellen, bin ich aber leider nicht. Ich habe im Internet mal den Teil einer Geschichte mit der Überschrift „Die gemeine Miriam“ gelesen und diese Figur war etwas mein Vorbild. Und die Stadtamazone als Vera? Ich muss gestehen, dass ich Vera nur genannt habe, weil ich dachte, dass Sie mit den schwarzen Haaren sie Assoziation erzeugen wollten. Bei Vera, eine Vera spielt auch in der Geschichte eine Rolle, aber in ganz anderer Form und ich glaube, sie ist dort auch blond, hatte ich immer Lady Diana vor Augen, weil ich sie mal zusammen mit Ihnen auf einem Foto gesehen habe.

Ich glaube, heute ist der Tag Der Geständnisse. Ist das noch eine Folge der Trance 🤔😉?

Am Ende tut mir Miriam etwas leid. Ich hatte wirklich gedacht, die ganzen WhatsApps wären von ihr gekommen und sie sei Teil dieser Frauengang. Wenn sich die Stadtamazonen wirklich in ihren Account einhacken können …. eine gute Idee der Mehrfachnutzung. Alternativ könnte ich auch Threema anbieten oder ich dachte auch schon an eine passende Kennzeichnung (z.B. 🙎🏻‍♀️oder 👄 oder 👠 für Miriam und 👿 oder 🕷oder 🕸 für Stadtamazonen). Wahrscheinlich ist das aber – für mich typisch – zu kompliziert gedacht.

Insgesamt eine er- und anregende Zeit in Berlin. Herzlichen Dank! Ich freue mich auf eine Fortsetzung!

Ergebene Grüße , Ihr B.